Manifest „Das Gebäude-Gesundheitszeugnis“

POSTULAT

„Die Würde und Gesundheit des Menschen sind unantastbar. […]“

Aktuelle Situation:

Ist der berufstätige Mensch dem privaten Menschen in Deutschland gleichgesetzt oder werden bezogen auf das Recht auf Unversehrtheit und den Erhalt der Gesundheit Unterschiede gemacht ?

Bis zu 80% ihres Lebens verbringen Menschen in geschlossenen Räumen.

Im Arbeitsleben werden durch gesetzliche Regularien (z.B. Arbeitsstätten-Richtlinien) Grenzwerte (z.B. MAK-Werte) vorgegeben, die u.a. die Luftreinheit zu garantieren haben und an die sich ein Dritter gegenüber dem Einzelnen zu richten hat. Aus einer Verletzung der Gesundheit am Arbeitsplatz heraus, kann der Arbeitgeber rechtlich belangt werden und in die Haftung genommen werden.

Ganz anders sieht es im Privatbereich aus – hier ist eine solche Absicherung der Gesundheit kaum vorhanden.

Außerhalb seines beruflichen Alltags hat der private Mensch nur wenige Gesetze, die sich auf die Schadstoffe in Räumen aus Baumaterialien und Interieur in der ‚Innenraumluft‘ beziehen und die nicht nur für ihn sprechen, sondern den Menschen auch schützen sollen.

Dienliche Gesetze sind zwar vorhanden – z.B. das Strafgesetz in den Paragraphen §223, §224 und §229 („Körperverletzung“) – allerdings muss der gesundheitlich Geschädigte bisher den Nachweis erbringen, dass der vermeintliche Verursacher die Verantwortung für eine eingetretene, gesundheitliche Schädigung zu übernehmen hat. Eine Beweislastumkehr seitens des Gesetzgebers, könnte hier sicherlich Abhilfe schaffen. Nur darauf warten Geschädigte seit Jahren vergebens.

Wenn man beispielsweise betrachtet, dass im Vermietungsbereich Mieter im Grunde ihre Gesundheit in die Hände eines Vermieters legen und lediglich darauf „hoffen“ dürfen, dass die angemieteten Räume verantwortungsvoll gebaut, gepflegt und renoviert worden sind. Eine vertraglich festgesetzte Garantie bzw. Sicherheit, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schaden von Innenraumbewohnern abwendet, lässt bisher auf sich warten.

Was dies in Konsequenz bedeutet, erleben Betroffene, Juristen und eben auch Gerichte täglich, anhand von meist langjährigen Rechtsstreitigkeiten. Als Gewinner solcher Prozesse stellen sich meist die heraus, die über die bessere Finanzsituation verfügen. Als typisches Beispiel sei hier die Schimmelpilzproblematik erwähnt, die häufiger Mieter und Vermieter beschäftigt hält.

Durch eine fundierte Anamnese eines fachgerecht und ganzheitlich arbeitenden Sachverständigen, kann die Ursache kontaminierter Räume, durch Anwendung von sachdienlicher Messtechnik, in Kombination mit Know-How und Erfahrung erkannt werden.

Nur mit der Objektivierung der Kausalzusammenhänge und der Darstellung einer ‚Ist-Situation‘ des betroffenen Raumes in Zusammenhang mit einer Untersuchung bei einem ursachendiagnostizierenden Umweltmediziner hat ein ‚Raum-Nutzer‘ die Chance, ggf. über ein langwieriges Rechtsverfahren, seine Gesundheit (’nachträglich‘) zu schützen und vorhandene Mängel beheben zu lassen.

Im Verkauf von Gebäuden und Wohnungen legt der Käufer seine Gesundheit in die Hände von Dritten, die meist aus Maklern und Verkäufern bestehen. Hier steht der Wert einer Immobilie über ein ‚Wertgutachten‘ im Vordergrund, jedoch wird in den seltensten Fällen auch die ‚Gebäudegesundheit‘ und Historie berücksichtigt. Ob gesundheitlich schädigende Havarien stattgefunden haben oder bereits kontaminierende Bau- und Hilfsstoffe (z.B. PCB, PAK, PCP, Lindan u.a.) verarbeitet worden sind, spielt bisher oft eine untergeordnete Rolle.

Durch den Fehlkauf einer kontaminierten Immobilie, kann der Nutzer und seine Familie nicht nur finanziell sondern auch gesundheitlich geschädigt werden. Folgen können lebenslang Bestand haben.

Als Beispiel sind hier die Holzhäuser in Ständerbauweise, aus etwa den Jahren 1965 bis ca. 1985 der ‚bekannten‘ Marken, anzusehen. Aus baubiologischer Sicht gibt es hierfür nur eine Sanierung, die die Nutzergesundheit als oberstes Ziel hat und das ist der Abriss, mit Einlagerung des Bauschutts auf einer Sondermülldeponie. Von diesen Haustypen soll es noch ca. 40.000 Gebäude in Deutschland geben. Die erste Generation an Hausbesitzern ’stirbt‘ gerade weg und die Gebäude kommen billig auf den Markt. Eine Absicherung seiner Gesundheit hat der Käufer nur dann, wenn ihm vor Verkauf der Umstand der Kontamination bekannt war. Selten kommt dazu ein Gebäudeanalytiker zum Einsatz.

Ein weiterer, aktueller Punkt ist die Kontamination der Raumluft durch Baumaterialien in Neubauten und Sanierungsobjekten.

Über die ‚chemikalienhaltigen‘ Bau-, Renovierungs- und Sanierungsprodukte, die im Bauprozess über die Verarbeitung eingebracht werden oder während der Nutzung nicht fachgerecht zur Anwendung kommen, können ‚Schadstoffe‘ in die Raumluft emittieren.

Für diese Problematik sorgt einerseits die Verbreitung von fragwürdigen Produkten durch Kostendruck und andererseits die nicht fachgerechte Anwendung, die der Erhaltung der Menschengesundheit nicht dienlich sind.

Kaum ein Architekt oder Bauträger macht sich bei der Planung Gedanken, ob und welche schadstoffhaltigen Produkte eingebaut werden. Ein Blick auf die Sicherheitshinweise, jedes Bauproduktes lässt erahnen, welche Kontaminationen in der Summe eingebracht werden und während der Nutzungsphase über die Innenraumluft emittieren (z.B. Formaldehyd, Weichmacher, Flammschutzmittel, Lösungsmittel, Pestizide, ‚PUR‘ – die Liste wäre hier zu lang) und auf den Nutzer einwirken können.

Neuste internationale medizin-wissenschaftliche Forschung hat neue Erkenntnisse zu Tage gefördert – ein Wissen, was die klassische Medizin selten in ihre Diagnosen, nicht nur bei Schadstofferkrankungen, einfließen lässt und berücksichtigt, denn der schadstofferkrankte Mensch wird aktuell psychartisiert, anstelle ihm zu helfen ( s. aktuelles Thema „Aerotoxisches Sydnrom“ bei Flügen, PCB-Belastungen bei öffentlichen Bauten, Schimmelpilzallergien bei Nutzern, Kindern u.a.):

1. „Kombinationswirkung von Chemikalien“, Prof. Dr. rer. nat. Irene Witte
Quelle und (c) : http://www.dguht.de/prof-dr-rer-nat-irene-witte.html
2. „Potenzierungswirkung von Schadstoffen“
3. „Blut-Hirn-Schranke“
4. „Epigenetik“

Aktuell haben wir in Deutschland keine rechtliche Absicherung, die die Gesundheit des Nutzers, vor Ankauf oder Anmietung von ‚Räumen‘, gesetzlich schützt.

! Wir haben derzeit kein Grundrecht auf unsere eigene Gesundheit !

Es besteht also dringender Handlungsbedarf, um die Gesundheit des Einzelnen gesetzlich verankert schützen zu können.

Hier setzt nun das Präventivkonzept „Das Gebäude-Gesundheitszeugnis“ an.

Ziel:

Unser Ziel ist die Erarbeitung und Einführung eines verbindlichen, gesetzlich verankerten Schadstoffnachweises: „Das Gebäude-Gesundheitszeugnis“

In Zukunft soll es zum Standard gehören, dass bei Kauf oder Anmietung eines Gebäudes bzw. einer Wohnung nicht nur der Energiepass, sondern auch das „Das Gebäude-Gesundheitszeugnis“ verpflichtend vorgelegt wird und zu jeder Zeit eingefordert werden kann. So entsteht Sicherheit auf beiden Seiten: „Käufer – Verkäufer“ sowie „Mieter – Vermieter“.

Der Schadstoffnachweis bedeutet Schaffung einer gesundheitlichen Sicherheit durch Prävention, bevor eine Schädigung der Nutzergesundheit durch Schadstoffe (Chemikalien) und schädigende (bauphysikalische) Einflüsse aus der Baukonstruktion und -materialien in Alt- und Neubau eingetreten ist. Nur so kann der Nutzer gesund bleiben. Hier werden also Gebäudeersteller und Sanierer zusammen mit Eigentümer und Vermieter in die Verantwortung genommen.

Bitte zu beachten:

Das Projekt „Das Gebäude-Gesundheitszeugnis“ ist ursprünglich das ehrenamtliche Projekt des „Ingenieurbüro Christian Lemiesz“ gewesen, heute von Christian Lemiesz persönlich und hat zahlreiche Unterstützer, die teilweise mit Logo hier auf der Seite oder im Hintergrund mit Ihrem Namen dahinter stehen. Mit diesem Projekt wird keinerlei Umsatz generiert den die Lobby gerne unterstellt, noch erhält es bisher irgendwelche Spenden zur Verbreitung des Konzepts. Hier arbeiten Menschen mit, die davon überzeugt sind, dass Jeder ein Grundrecht auf seine Gesundheit hat!

Meinen Sie nicht auch, SIE sollten über Ihre Gesundheit als Gebäudenutzer selber entscheiden dürfen und nicht irgendwelche Grenzwerte oder Richtlinien, erzeugt von Institutionen die die Wirtschaft schützen, nicht aber Sie als Bürger ? Leider wachen viele Menschen erst dann auf, wenn sie bereits schwerst, oft irreversibel erkrankt sind und keine Hilfe von normalen Ärzten, ‚Krankenkassen‘, Verbraucherschutz, Behörden wie Gesundheitsämtern, Bauämtern, Sozialämter etc. erhalten – warum hat dann ein Präventivsystem zum Schutz der Gesundheit, wie ‚Das Gebäude-Gesundheitszeugnis‘ keine Chance zu helfen, BEVOR gesundheitlicher Schaden entsteht ? Wer hat also Interesse daran, dass Menschen nicht gesund sein dürfen ? Fragen Sie sich dass einmal selber und dann jede Institution, die etwas mit Gesundheit, Richtlinien und Grenzwerten etc. zu tun haben …und ‚freuen‘ sich auf die Antwort!

Nachsatz:

In dem ehrenamtlichen Projekt „Das Gebäude-Gesundheitzeugnis“ geht es nicht um eine finanzielle Bereicherung, was dass z.B. andere Firmen über kostenpflichtige Zertifikate oder Richtlinien gerne erreichen wollen, sondern es geht um einen gesetzlich garantierten Schutz – dem Grundbedürfnis eines jeden Bürgers als „Grundrecht auf Gesundheit“, verankert im Grundgesetz, im Artikel 1 (1) – nicht nur mit dem Verweis auf die Menschenrechte (s. Art. 1 (2) Grundgesetz und Menschenrechte §25).

Wir haben zwar das Recht auf „Unversehrtheit“ (s. Art. 2 (2) Grundgesetz), nicht jedoch auf „Gesundheit“ – ein kleiner, aber feiner Unterschied in einem Land, in dem es um die detaillierte Betitelungen von Vorgängen geht. Rechtliche Schlupflöcher, wie sie heute leider Standard sind, gibt es dann nicht mehr und eine Beweislastumkehr ist dann endlich Standard. Den Betroffenen wird zukünftig geholfen!

Lösung:

Hier können 2 Varianten möglich sein:

A) Das Grundgesetz im Artikel 1 (1) um 3 Worte zu ergänzen: „Die Würde und Gesundheit des  Menschen sind unantastbar. […]“

Nachsatz vom 06.05.2016:
Siehe auch Thema/Vorschlag „Notwendige Änderung des Artikel 1 des aktuellen Grundgesetzes“: http://das-gebäude-gesundheitszeugnis.de/2016/05/06/aenderung-des-artikel-1-des-grundgesetzes

B) „Das Gebäude-Gesundheitszeugnis“ in ein neu zu schaffendes „Grundrecht auf Gesundheit“ für Menschen und Bürger in das Grundgesetz mit einfließen zu lassen.

Sind Sie für oder gegen den Schutz Ihrer Gesundheit ?

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Nachsatz vom 13.05.2016:
Wie mit Menschen, die durch Schadstoffe und Gifte, gesundheitlich geschädigt worden sind und wie von Institutionen und bestimmten Berufen damit umgegangen wird, finden Sie in den einzelnen Kategorien, wie z.B. „Gedanken“, „Krankenkasse“, „Projekt ‚Tatort-Innenraum'“ usw.

Sie helfen am Besten in dem Sie diesen Blog verteilen – deutschlandweit, europaweit, weltweit – und dazu auffordern, dass sich alle Schadstoffopfer und Gesundheitsopfer verbünden und eine eigene „Gesundheits-Lobby“ aufbauen, damit Betroffene endlich Recht erfahren!

Dipl.-Ing. Christian Lemiesz
Architekt & Bausachverständiger AKNW, Baubiologe IBN