Zitat: “Recht zur Mietminderung von 25 % aufgrund durch Formaldehyd belasteter Raumluft”

Zitat:”Unangenehmer Geruch sowie Gesundheitsgefahr

Weist die Raumluft einer Mietwohnung ein Formaldehyd-Wert von über 0,1 ppm auf und kommt es dadurch zu einer Geruchsbelästigung sowie einer Gesundheitsgefahr, so kann dies eine Mietminderung von 25 % rechtfertigen. Dies geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Bad Säckingen hervor.

[…]

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Mieter eines Hauses minderten ihre Miete, da eine Raumluftmessung im August 1991 ergab, dass die Raumluft in der Wohnung einen Formaldehyd-Wert von über 0,1 ppm aufwies. Dadurch litt der zweijährige Sohn unter einer chronischen gereizten Nasenschleimhaut mit ständigen Fließschnupfen sowie einer chronischen Tubenkatarrh. Der Vermieter erkannte das Minderungsrecht dennoch nicht an, so dass der Fall vor Gericht kam.
Recht zur Mietminderung aufgrund Formaldehyd-Belastung

Das Amtsgericht Bad Säckingen entschied zu Gunsten der Mieter. Diese haben ihre Miete mindern dürfen, da die Überschreitung des Wertes von 0,1 ppm Formaldehyd in der Raumluft einen Mangel dargestellt habe. Zwar sei der Grenzwert nicht ständig überschritten worden, dafür aber wiederholt. Zudem haben bereits Beschwerden, wie eine Geruchsbelästigung und Gesundheitsschäden, vorgelegen.”

Quelle und (C): http://www.kostenlose-urteile.de/Amtsgericht-Bad-Saeckingen_1-C-19191_Recht-zur-Mietminderung-von-25-Prozent-aufgrund-durch-Formaldehyd-belasteter-Raumluft.news22538.htm

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt zu “Formaldehyd” mit:

Zitat: “Krebserregende Wirkung von eingeatmetem Formaldehyd hinreichend belegt

[…]

Formaldehyd ist gesundheitsschädlich, es reizt die Schleimhäute und kann Krebs im Nasenrachenraum auslösen, wenn es eingeatmet wird”

Quelle und (c): http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2006/14/krebserregende_wirkung_von_eingeatmetem_formaldehyd_hinreichend_belegt-7858.html

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