Zitat : “Bezahlbarer Wohnraum”, Ratinger Wochenblatt vom 01.07.2016

Hier ließen sich Zuständige der Stadt Ratingen: der Baudezernent, die Ratinger Baugenossenschaft und der Kreis Mettmann über die Wohnungsnot am 30. Juni im Bürgerhaus in Ratingen aus.

Warum jetzt erst ?

Frau Kraft teilte 2013 bereits auf dem Architektentag mit, dass es in Düsseldorf vor 3 Jahren bereits die Not bei 90.000 Wohnungen liegt – die aktuelle Flüchtlingsdebatte wird den Schneewittchenschlaf sicherlich stören, denn teure Gewerbeimmobilien bringen auf dem Markt einfach mehr Geld für die Spekulanten als bezahlbarer Wohnraum für Bewohner.

In Ratingen sieht es nicht anders aus: Freies Bauland gibt es nicht, Altbestand muss abgerissen werden um Platz für Neues zu schaffen und Wohnungen werden nur für Käufer gebaut – der gebeutelte Wohnungsmarkt ist als “bescheiden” zu betiteln – außer verbautem und oft genug vorgefundenen kontammierten Wohnraum – ein Gesundheitsbewußtsein sucht der Nutzer vergebens, es geht nur um Raum.

Warum werden Behörden, Institutionen und Politiker erst immer emsig, wenn das Kind bereits schreiend auf dem Brunnenboden liegt und kurz vor der Adoleszenz steht ?

Preiswerten Wohnraum hat Ratingen doch z.b. die kontaminieren Harz IV-Wohnungen in der Berliner-Strasse 85 in Ratingen West, wo Mieter durch Altlasten in Ihrer Gesundheit vorsätzlich geschädigt werden.

Hier ist seit 20 Jahren Sanierungssau! Jeder weiß es und betreiben die Vogel-Strauß-Politik.
Warum wird nicht erst einmal der Ratinger Bevölkerung geholfen, bevor über neue Projekte philosophiert wird ?

Und warum fällt jetzt erst die Wohnungsnot auf ?
Leben die Verantwortlichen und Politiker in Ratingen neben Ihrer Bürgern anstelle unter Ihnen ?

Ist die Flüchtlingswelle Vorwand für den faulig Biss in den Finazierungsapfel und der rettende Prinz auf goldenem Kalb steht noch vor den Toren der Landesfinanzierung ? Verschlafene Politik ?

Dafür gibt es aber einige schöne Brücken in Ratingen und auch neue Sportplätze…da wächst grünes Gras…

Gibt es ein “Ratingen West 2.0” ?
Trabanten-Silos mit Segretation und Menschen 3. Klasse wie in “Ratingen-West 1.0” Jahrzehnte lang gefrönt wurde ?
Wird bei dem preiswerten Wohnungsbau wieder gegen Gesetze verstoßen und nicht auf die Gesundheit der späteren Nutzer Bewohner geachtet ? “Rotstift 2.0” ?

Warum war kein Umweltmediziner, Toxikolge, Baubiologe oder ganzheitliche Gesundheitsberater mit bei dem Gespräch dabei ?
Was hat Ratingen zu verlieren, außer seinen Bürgern und der Glaubwürdigkeit ?

Bei einer Baugenosenschaft in Heiligenhaus, weisen sehr viele besuchte Bestandswohnungen alte asbesthaltige PVC-Böden mit darüber gelegtem, Formaldehyd emittierende Laminat auf. Typisch für die alten Asbestböden ist PCB als Weichemacher verwendet und mit PAK-Kleber auf den Estrich verklebt – alles verbotenen Schadstoffe.

“Preisgünstiges und bezahlbares Wohnen ist das große Themenfeld, auf dem sich in Ratingen endlich etwas bewegen muss”

Ist preiswerter Wohnungsbau nur mit kontaminierten Wohnungen in Ratingen gleich zu setzen ?

Was wird die Zukunft bringen ?

Welche Schadstoffe und Gifte werden in die neuen Wohnungen eingebaut und sich 20 Jahre wieder in den Schlaf gewogen und Realitäten unter den Estrich gekehrt ?

Hat Gesundheit in Ratingen überhaupt einen Stellenwert ?

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