Nicht fachgerecht.

Situation:
In der Mieterwohnung an der rückseitigen Badezimmerwand unter der Spüle tritt Nässe aus und es schimmelt auf ca. 1qm Fläche. Aufgetreten nach dem 3. Duschen nach Bezug der Wohnung.

Der Vermieter hat im Beisein des Mieters die Ursache selber lokalisert: Dichtung an der Rohrdurchführung im Fliesenspiegel sind undicht – Folge: Wasser tritt beim Duschen in die Wand aus Kalksandstein (“saugt wie ein Schwamm Wasser auf”) und “lüftet” zur Küche hin ab. Da unter der Spüle keine Luftzirkulation stattfindet, kommt es hier zum Schimmelpilzwachstum.

Eine Leckageortungsfirma aus Mettmann, sollte dennoch die Ursache finden, da jegliche Arbeiten an der Gebäudesubstanz über die Hausverwaltung laufen muss. Diese Firma ist in 3 Bereichen tätig: Leckageortung, Thermografie und Bautrocknung, ..als GmbH. Ob Sie in der IHK, eingetragen ist, wird sich noch herausstellen.

Bei der Terminfindung mit deren Sekretariat erhielt ich bereits den ersten Eindruck, als ich mitteilte selber Bausachverständiger zu sein und fragte nach fachgerechter Arbeit, die man mir versicherte und forderte 2 HEPA-Filter und eine Flasche Desinfektionsmittel auf Wasserstoffperoxid-Basis zum Ortstermin an.

1 Woche später der Ortstermin.

Erschienen ist der Chef und ein, nennen wir ihn einmal “Helfer” (da er nur Handlangertätigkeiten umsetzte)

Weder die beiden HEPA-Filter noch das Desinfektionsmittel wurden wie bestellt mitgebracht! Ein Unding!

Die technische Ausstattung mit Thermografiekamera und mobilen Leitungsdruckprüfgerät war gut – nur an der Kompetenz und dem Backgroundwissen zu Nässeschäden und Schimmelpilzen haperte es: Im Gespräch um die Themografieaufnahmen wurde meine nur 6.000 Euro “preiswerte” Themografiekamera schlecht geredet und ich hätte keine Ahnung von der Themografie, wenn ich keine Schulung mit Zertifikat absolviert hätte – nun, vor 9 Jahre war meine Kamera das Neuste auf dem Markt und damit Stand der Technik. In 9 Jahren habe ich damit tausende von Thermografien bei der Gebäudanalytik und Ursachenforschung durchgeführt und so mach verborgenen Schaden damit erst lokalisiert – also, was soll dieses Schlechtreden vor dem Vermieter und Auftraggeber ?

Es wurde im Bad thermografiert und der Leitungsdruck auf Undichtigkeiten hin geprüft.

Die bereits vermutete Undichtigkeit an der Rohrdurchführung wurde bestätigt und noch 2 kleinere Undichtigkeiten in der Mörtelfuge zur rückwärtigen Kommunwand zur Küche gefunden.

Unter Anstrengungen wurde die vollflächig verklebte ‘Revisionsfliese’ ausgeschnitten, um den Badewannenabfluß auf Undichtigkeiten hin zu überprüfen.
Von dort kam ein schmimmeliger Geruch mit Sporulierung – schade, dass ich der Einzige war, der diese Kontamination “roch”!

Es wurde die Sanierungsmaßnahme anschließend besprochen und eine Art Sanierungskonzept von der Leckageortungsfirma schriftlich verfasst – nur auf mein Drängen hin (weil ich ja Bausachverständiger bin..den Baubiologen habe ich einmal dabei heraus gelassen), wurde eine Desinfektion der Wand unter der Spüle und der Raum hinter Badewannenrevisionsöffnung
als angeblich nicht schimmelpilzbefallene Flächen (Anmerkung: Natürlich hat der Mieter täglich die Wand mehrfach mit Spiritus eingesprüht, damit keine Sporulierung und damit keiner Gesundheitgefährdung durch Sporenflug ausgesetzt wird. Bilder von den Schimmelpilzbefallenen Flächen wurden von dem Chef herunter geredet.) mit in die Sanierung aufgenommen…

Folgende Fehler machte “diese Leckageortungsfirma”..dessen Chef eigentlich keine Ahnung von seinem Job hat und auf ahnungslose Menschen “losgelassen” wird. Die Unfreundlichkeit und Überheblichkeit lasse ich einmal als Fehler vorne weg.

1. Fehler:
Der Chef meinte eine Abdichtung hinter den Wandfliesen im “Nassbereich” sei nicht notwendig und nicht Stand der Technik, da Fugen immer undicht sind aufgrund des unterschiedlichen Ausdehungskoeffizienten zur keramischen Fliese.

2. Fehler:
Die geöffnete Revisionsöffnung wurde trotz Sporulierung nicht wieder geschlossen und der Mieter wurde dem Sporenflug und damit der Gesundheitsgefährdung ausgesetzt: Das ist ‘vorsätzliche Körperverletzung’!

3. Fehler:
Dass bestelle Desinfektionsmittel auf Wasserstoffperoxidbasis und die beiden HEPA-Filter wurde nicht mitgebracht – “dass wäre der Job des 2. Teams, der Bautrockner” – nur wann diese vorbei kommen würde, wüsste der Chef nicht: Dass ist unterlassene Hilfeleistung.

4. Fehler:
Eine mitgebrachte Flüssigkeit war unbekannt, sodass keine Desinfektion stattgefunden hat – “Der mieterseitig applezierte Spiritus reicht wohl auch aus”!

5. Fehler
Die Notwendigkeit eines HEPA-Luftfilters und eines Desinfektionsmittels sei nicht gegeben, da er (der Chef persönlich) “Nichts riecht” und auch “keine Schimmelpilze sichtbar” sind ! – eine fatale arrogante Annahme, da es nicht um seine Gesundheit geht, sondern um die Gesundheit des Mieters und hier präventiv geholfen werden muss! Dass ist Vorsatz!

6. Fehler
Die Argumentation des Chef hatte Nichts mit Beratung zu tun, sondern eher mit Vorwürfen – ein Unding als Dienstleister, der sich mit dem Thema “Gesundheit” von Dritten beschäftigt und als Sachverständiger neutral bleiben muss.

7. Fehler
Ein paar Tage später rief ich erneut beim Sekretariat an und musste mit dem Anrufbeantworter vorlieb nehmen und forderte erneut die beiden HEPA-Filter und das Desinfektionsmittel an – dass ist nun 2 Wochen her! Kein Rückruf! Keine HEPA-Luftfilter! Kein Desinfektionsmittel!

..und solche Firmen werden dann auf ahnungslose Betroffene losgelassen und kassieren dafür noch Geld!

Ich werde bei der IHK den Fall einmal schildern, falls diese Firma dort als “Handwerker” eingetragen ist, warum solch ein nicht fachgerechtes Arbeiten nicht unter Aufsicht fällt, wenn mit der Gesundheit Dritter “gespielt” wird!

Die Arbeit dieser Firma ist unverantwortlich und hat Nichts mit Hilfe zu tun, wenn noch nicht einmal die Basics eingehalten werden!

Sie als Vermieter: Wo nach gehen Sie bei der Wahl des Sachverständigen ?

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