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Ein Versagen auf ganzer Linie – tägliches Mieterleid, wenn es um die Schimmelpilzproblematik geht

“In meiner neuen Wohnung werde ich von meinem Vermieter vergiftet!”

Hier im Bild des Schimmelpilzschadens 3 Tage nach dem Einzug!!!

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Quelle und (c): Büro Baubiologie-Architektur.de

Ursache ist auf der anderen Seite der Komunwand im Badezimmer zu finden – 2 defekte Rohrdurchführungen (Versiegelung nicht fachgerecht ausgeführt) in der Duschbadewanne.

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Erster Folgeschaden nach 6-wöchigem Nichtstun durch den Vermieter, da die Leckageortungsfirma die, wie sich nachher herausstelle als Nicht-Fachleute die Schimmelpilzsanierung durchführen sollte, einfach ein paar Wochen im Urlaub war und noch nicht einmal den angeforderten HEPA-Filter zur Verfügung gestellt hatte, obwohl der Mieter die Kosten dafür getragen hätte.

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(Vom Mieter notdürftig abgeklebt, da dies die Leckageortungsfirma als Schutzvorkehrung bei ihrem Ortstermin zur Ursachenfindung versäumt hatte, obwohl diese zuvor den Schadensort geöffnet hatte und hier ein starker schimmeliger Geruch heraus strömte)

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(Vom Mieter täglich desinfizierte Fläche, weil der Vermieter über 6 Wochen lang Nichts zur Verhütung von Gesundheitsgefährdung getan hat)

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(Zustand, nachdem der Vermieter endlich nach Wochen den Spülenschrank demontiert hatte, zeigte sich weitere Schimmelpilzbereiche)

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(Vom Mieter notdürftig abgeklebt, da dies weder die Leckageortungsfirma untersucht hatte, noch der Sanierer als Schutzvorkehrung bei seinem Ortstermin zur Angebotserstellung, versäumt hatte als Gesundheitsschutz, abzukleben)

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Der Vermieter hat die notwendige Ursachenanalyse auf Nässe- und Schimmelpilze im Estrich von den Kosten her gescheut und nicht durchgeführt – hier konnte also 6-Wochen Nässe eindringen.

Eine Beprobung des Schimmelpilzausmaßes hat auch nicht stattgefunden, um überhaupt die richtige Sanierung umzusetzen;
dafür wollte der Vermieter auch kein Geld ausgeben.

Den notwendigen HEPA- und Aktivkohle-Filter zur Reduzierung der gesundheitlichen Gefahr durch Sporen und Mykotoxine hat der Vermieter nicht zur Verfügung gestellt – aus Kostengründen.

Der Sanierer hat gegen die Absprache den Putz im betroffenen Bereich nicht ausgetauscht und lediglich nur den optischen farblichen Befall abgefräst und Alles nachher abgewischt und 3x desinfiziert. Die Sanierungsfläche sollte knapp 1qm groß sein; etwa 0,02 qm wurden mechanisch nachher vor Ort bearbeitet.

Hier das Bilder nach der Sanierung:

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Etwa 2 Wochen später tritt ein modriger, schimmeliger Geruch unter der Spüle wieder durch. Warum ?

“Mein Vermieter hat sich die Situation vor Ort angeschaut aber unter Geschrei und Beleidigungen die Wohnung verlassen und mich im Hausflur beschimpft, ich bilde mir die erneute Belastung nur ein, da er selber “Nichts riecht” und ich solle in ein Sanatorium gehen, weil ich mir Alles nur einbilde!”

(Ob dass nicht bereits ein Fall für das “Anti-Diskrimnierungsgesetz” ist, da sich der Mieter als Umwelt- und Schimmelpilzerkrankter benachteiligt und diskriminiert fühlt und zusätzlich noch in der Öffentlichkeit von dem Vermieter beleidigt worden ist, was einer Klage auf Beleidigung folgen lassen könnte.
“Anti-Diskrimnierungsgesetz” = “Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)”:
Quelle und (c): https://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html)

Den Umstand, dass der Mieter eine Schimmelpilzallergie, MCS und CFS hat interessiert den Vermieter nicht – “Der Mieter hätte ja nicht in die Wohnung einziehen müssen” … auch dass ein Gesunder ein Anrecht auf eine gesunde schimmelpilzfreie Wohnung hat, interessiert den Vermieter nicht. Dagegen: Im Mietvertrag steht Nichts von einem Schimmelpilzaltschaden! Ist der Mieter “vorsätzlich” belogen worden ?

D.h. der Vermieter wusste bereits von dem Einzug, dass in der Wohnung ein versteckter Schimmelpilzschaden vorhanden war ? …und schiebt dem Mieter nun den Neuschaden in die Schuhe ? Dabei hat er bevor die Situation eskaliert selber dem Mieter mitgeteilt, dass das ganze Gebäude eine schlechte Bausubstanz aufweist und es Probleme nicht nur bei den Wasserleitungen gibt.

Die 3,5-wöchige Frist zur Behebung bis Ende November 2016 hat der Vermieter ungenutzt verstreichen lassen. Den HEPA-Filter hat er erneut nicht zur Verfügung gestellt.

Lt einem Gerichtsurteil kann bis zu 25% Mietminderung bei Feuchtigkeit und Schimmelpilzen in der Küche geltend gemacht werden (Küche = Lebensmittelzubereitung!!! Jedes Gesundheitsamt/Ordnungsamt würde z.B eine Kantine schließen und der Verantwortliche hätte dann ein sehr großes haftungsrechtliches Problem…). Seit Mängel-Meldung und im Voraus für den neuen Monat, hat der Vermieter nur die Nebenkosten überwiesen bekommen bis im nächsten Monat dann die 25% bis Schadensbeseitigung erfolgen.

Also anstelle dem Problem nachzugehen, den Sanierer in die Haftung zu nehmen passiert Nichts:

Fakt ist:

– Warum hat keine Estrich(dämm)messung auf Nässe und Schimmelpilze bisher stattgefunden ?
=> Verantwortung des Vermieters

– Warum hat keine Schimmelpilzmessung zur Feststellung des IST-Zustandens vor der Sanierung stattgefunden ?
=> Verantwortung des Sanierers, den Vermieter auf seine Pflicht zur Beprobung hinzuweisen
=> Verantwortung des Vermieters

– Warum ist der Putz nicht wie abgesprochen, ausgetauscht worden ?
=> Verantwortung des Vermieters und des Sanierers

– Warum hat die Freimessung zur Bestätigung der erfolgreichen Schimmelpizsanierung bisher noch nicht stattgefunden ?
=> Verantwortung des Sanierers, den Vermieter auf seine Pflicht zur Beprobung hinzuweisen
=> Verantwortung des Vermieters

– Warum blockt der Vermieter, anstelle die Situation schnellst möglich zu bereinigen ?
=> Verantwortung des Vermieters

Ich bin gespannt ob der Mieter dafür schon einen Brief mit einem Anwaltsschreiben im Briefkasten hat – den ich hier natürlich veröffentlichen werde.

Haben Sie vielleicht haben Sie ein ähnliches Problem und wollen Ihren Fall hier ebenfalls schildern ? Seien Sie willkommen!

Wie kann es sein, dass es unverantwortliche Vermieter gibt, die den Mieter für Ihr eigenes Fehl-Verhalten auch noch verantwortlich machen !?

Nur weil wir einen Vermietermarkt haben und über 80% der Wohnungen im Vermietungseigentum sind, haben Mieter keinerlei Recht auf eine gesunde Wohnung ?

Wo steht im Mietvertrag, dass der Mieter eine schimmelpilzbelaste Wohnung zur Verfügung stellt bekommt ?
Wo steht im Mietvertrag, dass die Gesundheit des Mieters weniger Wert hat, als der Wert des monatlichen Mietzins ?
Wo steht im Mietvertrag, dass der Vermieter rechtlich für sein Nichtstun belangt werden kann unter Vertragsstrafe ?
Wo steht im Mietvertrag, dass der Vermieter über die Gesundheit des Mieters verfügen darf ?
usw.

Die Fragen könnten hier noch ellenlang ergänzt werden.

Ein Gewissen scheinen viele Vermieter nicht zu haben – dass zeigen private, ehrenamtliche und berufliche Erfahrungen mit vielen Vermietern.

Ich habe bis heute leider nur sehr wenige Vermieter erlebt, die sich verantwortungsvoll unseres Büros angenommen haben und alles erdenklich Mögliche getan haben, damit es ihrem Mieter gut geht, denn wenn der Mieter krank wird und nicht mehr arbeiten kann – woher soll er das Geld für die Miete nehmen ?

Wer hat sich Ihrer Ansicht nach bisher falsch verhalten ?

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