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Wann ist der Punkt der Vergiftung durch Schadstoffe in Innenräumen bereits überschritten ?

Schlafstörung, taube Gliedmaßen, Nervenzuckungen, zunehmende “Schusseligkeit”, Husten und Asthma, Müdigkeit, Unwohlsein, Hautausschläge, Schwindel, Ohnmacht, “triefende Nase” und Schnupfen, Sehstörungen, Gleichgewichtsschwankungen, geschwollene Lymphknoten usw.

Wann ist der Punkt der Vergiftung durch Schadstoffe in Innenräumen bereits überschritten ?

Wenn,

a) die Grenzwerte überschritten sind ?
b) dass Immunsystem Intoxikationen bildet ?

Warum lassen so viele Menschen Zweite oder Dritte über ihre eigene Gesundheit entscheiden ?

Tatsachenbericht aus Sicht der Mutter einer Fume Event (vergifteten) Flugbegleiterin

Bei mir steigen Gefühle auf, die  Fremdschämen und der Ohnmacht übersteigen, wenn ich diesen offenen Brief einer Mutter einer Kollegin lese! Vor allem weil ich jetzt auch verstehe wie meine Mutter wohl gefühlt haben muss, als ich meinen Fume-Event erlebt hatte. Auch bei mir traten derartige Symptome auf wie es hier beschrieben wird!

Der Brief/Kommentar einer Mutter, die für viele Familienmitglieder von Betroffenen spricht… wenn es schon für sie, die nicht unmittelbar von der Vergiftung betroffen ist, schon so schlimm ist, kann man sich vielleicht vorstellen wie es für uns Betroffene ist… manchmal hat man das Gefühl man verliert den Verstand! Wir haben alle als gesunde Menschen diesen Beruf (Flugbegleiterin/Pilot) begonnen, haben wir nicht das Recht auch gesund zu bleiben? Und auch jeder Passagier der meint er beträte nur hin und wieder ein Flugzeug: ES BETRIFFT JEDEN – ‘Seltenflieger’, Vielflieger, Reisende Kinder, schwangere Reisende, Alte wie Junge, IN und UM das Flugzeug herum arbeitende…. Ungemütliches zu ignorieren oder die Augen davor zu verschließen  ist keine Option und lässt die Brisanz des Themas nicht harmloser werden oder gar verschwinden…!

IHRE WORTE:

“Ich unterschreibe weil meine Tochter selbst betroffen ist und es mir fast das Herz gebrochen hat als Mutter mit ansehen zu müssen wie aus einer agilen und lebensfrohen jungen Frau, die viel gelacht und ihren Job geliebt hat, plötzlich immer kränker wurde. Es war, als hätte jemand die Handbremse in voller Fahrt mit voller Wucht angezogen und plötzlich nichts, aber auch gar nichts, mehr so ist, wie es einmal war. Nicht nur, dass man sie wochen-, ja monatelang seitens der Institutionen, die eigentlich helfen sollten, ignoriert hat (ein fume event? Nein, da war doch nichts…- trotz Zeugen und Unfallberichten), nein, man hat sie auch noch regelrecht gemobbt und eine Behandlung fand erst gar nicht statt. Jeder der Betroffenen weiss mittlerweile, dass ohne schnelle Hilfe sich die Krankheit chronifizieren kann und weiss, dass dies verheerende Folgen auf die Gesundheit haben kann die sogar zum Tode führen können. Aber damit nicht genug. Unfallmeldungen verschwanden auf geheimnisvolle Weise, Diagnosen wurden (absichtlich?) vertauscht, Gutachten wurden ohne ihr Wissen und ohne, dass man sie gesehen hätte, verfasst (dort hieß es dann, dass “fume events” technisch nicht möglich seien und das von einer KK). Es gab sogar ein Gutachten für´s Gericht indem festgestellt wurde (trotz mindestens fünf Ärzten die die hohe Schadstoffbelastung bestätigten), dass meine Tochter eine “gravierende Angststörung” hätte (von einem Lungenarzt wohl gemerkt) und unter einer “chronischen Hyperventilation” leiden würde. Wenn man dann in eine Plastiktüte atmen würde, würde dies besser werden (hat er tatsächlich gesagt). Dass dies bei nachgewiesenen Diffussionsstörungen lebensbedrohlich werden kann war dem Lungenfacharzt, der das Gutachten geschrieben hat, wohl eher nicht bekannt. Bekannt war diesem wohl auch nicht, dass ein Krankheitsbild, dass sich “chronische Hyperventilation” nennt, wohl gar nicht existiert. Gab einige Ärzte, die meine Tochter etwas verständnislos ansahen nachdem sie von dieser Diagnose hörten. Leider gibt es Richter, die so was glauben. Aber was will man schon erwarten von einem Gutachter, der erst die zweite Flugbegleiterin begutachtet hat und sich nicht wirklich mit den Unterlagen vertraut gemacht hatte (wie er uns noch vertrauensvoll erzählte).

Ach ja, und nicht zu vergessen der Richter, der über eine einstweilige Verfügung wegen einer möglichen Behandlung entscheiden sollte. Der kam schon polternd in den Gerichtssaal mit einem Vortrag, dass er wegen “so was” eigentlich erst gar nicht aufgestanden wäre. Er sah das Ganze wohl eher als Affentheater und Lappalie an sonst hätte er meine Tochter im Gerichtssaal nicht so angefahren. Diktiert hat er am Ende dann, nachdem er zu meiner Tochter sagte: “Sie sehen doch gar nicht krank aus” und sie dann suggestiv fragte: “gelt, sie sind doch gar nicht so krank?”, dass eine einstweilige Verfügung nicht notwendig wäre und sie doch wohl mit dieser Entscheidung einverstanden sei. Meine Tochter war viel zu perplex um sich dagegen wehren zu können.

Meine Tochter ist dann bei Stiftungen betteln gegangen um sich wenigstens zwei Behandlungen leisten zu können. Eine zweite Gerichtsverhandlung scheiterte weil es ihr zwischendurch wieder so schlecht ging, dass sie zwei weitere Behandlungen brauchte. Hätte man sofort nach dem fume event gehandelt und Behandlungsmassnahmen eingeleitet, es wäre alles vllt ganz anders gekommen und sie hätte sich viel schneller erholt und wäre schon längst wieder in den Arbeitsprozess integriert gewesen. So hat man viel kostbare Zeit verschwendet und mit dem Leben meiner Tochter gespielt.

Das kann man nicht glauben? Oh, ich hätte es auch nicht geglaubt, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte. Ich war, bis zu diesem Ereignis, immer der Meinung, dass es in diesem Land so etwas wie Gerechtigkeit, Gesetze an die sich auch Arbeitgeber halten müssen und Arbeitgeberfürsorge gibt. Aber man lernt ja nie aus. Und das, was ich hier erzählt habe, waren noch eher die “harmloseren” Ereignisse.

Warum ich das erzähle? Ich denke, es wissen noch viel zu wenig Menschen, was hier wirklich geschieht, deshalb möchte ich unsere persönlichen Erfahrungen an dieser Stelle weitergeben in der Hoffnung, dass sie möglichst viele Leute lesen und daraus lernen und endlich sehen was hier wirklich abgeht.

Fakt ist jedenfalls, dass man Menschen, gerade hier, so immens unter Druck setzen kann, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sehen als freiwillig aus dem Leben zu scheiden wenn sie nicht schon vorher an den schlimmen Folgen dieser Mischintoxikation von alleine versterben. Man kann durchaus wieder gesund werden aber dafür müssen die Voraussetzungen gegeben sein und es gibt zu viele Menschen die sich nie mehr von einem solchen event erholen, gerade weil Anlaufstellen fehlen und sie nicht behandelt werden und dann Zeit Lebens unter den schweren gesundheitlichen Folgen leiden. Schon ganz und gar wenn man sich die Hilfe nicht leisten kann die man braucht, denn die muss man selbst bezahlen. Wenn man dann noch sieht, dass keinerlei Schutzmaßnahmen greifen, die man einmal als Vorsorge ergriffen hat, dann kann man den Mut vollends verlieren, denn den geliebten Job ist man los und die ganze Existenz ist bedroht weil man u.U. auch nie mehr wirklich auf die Beine kommt (was einem aber keiner glaubt). Versicherungen zahlen übrigens meist nicht. Viele haben sogar die Klausel speziell für fume events in ihre Policen aufgenommen, dass sie bei diesen nicht zahlen, was nur Wenige wissen und dann mit Entsetzen feststellen, wenn´s schon zu spät ist.

Ohne Göttingen wäre meine Tochter ganz verloren gewesen. Frau Dr. Heutelbeck war die einzige offizielle Stelle die ihr glaubte und sie ernst nahm. Da meine Tochter bei Weitem kein Einzelfall ist unterschreibe ich diese Petition ebenfalls. Wenn Göttingen zumacht gibt es keinen mehr, der wirklich unvoreingenommen mit dieser Sache umgeht. Contergan und Asbest haben gezeigt, was in unserem Staat möglich ist und dass man aus diesen Vorfällen nichts gelernt hat. “Fume events” sind nur die Fortsetzung einer Politik die betroffene Menschen als “Kollateralschaden” und nicht als Menschen sehen und sie mal gerne “unter den Tisch fallen” lassen. Das muss endlich aufhören. Jeder, der sich hier beteiligt, macht sich mitschuldig an Not, Elend und Tod von einem ganzen Berufszweig. Jeder einzelne Betroffene ist einer zu viel, weil vermeidbar. Lösungen für dieses Problem sind zweifellos schon lange vorhanden. Das fume event, in das meine Tochter geraten ist, wäre somit vermeidbar gewesen. Allein diese Tatsache ist für mich unvorstellbare Ignoranz gegenüber jeglichen Menschenlebens.

Nicht nur die Existenz eines jungen Menschen ist ohne Not von verantwortungslosen Arbeitgebern und Institutionen zerstört worden, deshalb meine dringende Bitte an die Verantwortlichen: Tut bitte Alles, damit Göttingen als Anlaufstelle bleibt.”

 

https://www.change.org/p/einzige-sprechstunde-f%C3%BCr-fume-event-opfer-muss-erhalten-bleiben?recruiter=125107985&utm_source=share_petition&utm_medium=whatsapp

Unser Kommentar auf RTL-Nord zum Thema “Britta Finstel leidet an MCS”

Unser Kommentar auf RTL-Nord zum Thema:

Zitat:”Freitag, 05.02.2016
Britta Finstel leidet an MCS

Schon Gerüche können bei der Lübeckerin heftige Reaktionen auslösen.

Wenn Ärzte Krankheiten nicht erkennen oder als lapidar abtun, macht das Patienten hilflos und wütend. So erging es auch Britta Finstel. Die Lübeckerin leidet an MCS, einer Chemikalienunverträglichkeit, wie rund 10.000 Menschen in Schleswig-Holstein. Schon Gerüche lösen bei den Betroffenen heftige Reaktionen aus, die sogar tödlich sein können.

Warum die Norddeutsche dafür sogar in einen Wohnwagen zog, berichtet Jenifer Wohlers.”

Kommentar:”Solange wir kein Grundrecht auf unsere Gesundheit im Grundgesetz verankert haben, solange werden Mensch “vorsätzlich” noch in Ihrer Gesundheit geschädigt.

Aktuell gibt es keine Gesetze die Bürger schützen!

Viele Schadstoffe wirken irreversibel im Organismus und können z.B. über Nervenleiden, Ohnmacht und Organversagen bis zum Tod führen.

Daher entstand das ehrenamtliche Projekt “Das Gebäude-Gesundheitszeugnis” – Prävention bevor gesundheitlicher Schaden entsteht.

Unser Ziel ist die Erarbeitung und Einführung eines verbindlichen, gesetzlich verankerten Schadstoffnachweises – Weiteres erfahren Sie über die Projektwebseite oder auf facebook – einfach einmal in Internet suchen…

Ein Beispiel:

Parkinson ist eine Nervenkrankheit hervorgerufen durch u.s. Schadstoffe!

Parkinson ist anerkannte Berufskrankheit bei Landwirten durch Pestizide in Deutschland und Frankreich. Pestizide wirken nervenschädigend auf den Organismus! Schließlich sollen sie töten – dass ist das Ziel: Herbizide, Insektizide, Fungizide…

Parkinson ist auch Grund der hohen Selbstmordrate bei Zahnärzten durch Quecksilberdämpfe im Amalgam.

Um die Anerkennung als Berufskrankheit diverser Vergiftungen durch Toxine in der Zapfluft (Kerosin und Pestiziden aus gesprüht an jedem Flughafen), kämpfen Piloten und Crew-Mitglieder von Flugzeugen seit Jahren um Anerkennung und uns wird es als Streik um mehr Rente etc. über die Medien verkauft…

Ich würde mir wünschen, dass es bei Intoxikationen durch Schadstoffen in Gebäuden ähnliche Untersuchungen gibt, wie gerade von Frau Dr. Heutelbeck in Göttingen gestern in den Medien über “Bleed air, “Zapfluft”, “Aerotoxine” bekannt wurde, nur ist die Lobby hier ähnlich stark Zusammenhänge zu verschleiern. Diese Verschleierung wird auch als “Grenzwertbetrachtung” deklariert. Treten zu viel Problemfälle auf, wird einfach der gesetzliche Grenzwert angehoben – bestes Beispiel ist hier der “PCB-Grenzwert”.

Opfer finden sich bei den aktuellen Themen:

– Schimmelpilze in Mieterwohnungen
– Altlasten (Asbest, PCB, PAK…) in Mietwohnungen und Gebäuden
– Holzschutzmittel u.a. (PCP, Lindan, DDT…) in Gebäuden
– Pestizide in der Landwirtschaft, aktuell “Glyphosat”, sind beim Lüften im Innenraum
– Formaldehyde in Pressspan (Laminate, Möbel, Verlegeplatten..)
– PCB in Öffentlichen Gebäuden (Schulen), Universitäten (FH Düsseldorf), Rathäuser (Ratingen)..)
u.a.

Der Schadstoffgeschädigte muss sich aufgrund fehlender Gesetze darum selber kümmern, dass der Verursacher an seiner Gesundheitsschädigung Schuld hat – dies nennt sich “Beweislast” – Notwendig wäre jedoch die “Beweislastumkehr”, dass also der Verursacher ausschließen muss, dass durch sein Tun oder auch Nichtstun die Gesundheitsschädigung des Betroffenen/Opfer aufgetreten ist.

Deutschland ist ein Lobbyland (Chemie, Pharma, Pestizide u.a.), wo Gesundheit keine Rolle spielt, gekaufte Gutachter beweisen das Gegenteil, helfende Gesetze gibt es nicht und Behörden handeln getreu den fehlenden Gesetze auch nicht, dass den Opfern Recht widerfährt und Medien halten sich auch oft “befohlen” bedenkt, wenn es um Aufklärung geht.

Wir deutsche Bürger haben z.B. kein Grundrecht auf unsere Gesundheit im Grundgesetz verankert!

Ein Skandal! …und kaum einer Bürger regt sich auf, …der mögliche Tod durch Zweite oder Dritte wird einfach hingenommen…”

Quelle und (c): http://rtlnord.de/nachrichten/chemikalienunvertraeglichkeit.html